Die Naturfotografie lebt von Geduld, Leidenschaft und einem tiefen Verständnis für die Tierwelt. Einer, der diese Werte auf beeindruckende Weise vereint, ist der Natur- und Wildlife-Fotograf Michael Falk. In unserem ausführlichen Gespräch haben wir mit ihm über seinen Werdegang, seine Arbeitsweise, seine Wildlife-Fotografie mit Sony und seine ganz persönliche Sicht auf die Wildtierfotografie gesprochen. Dieser Artikel gibt Ihnen Einblicke in eine respektvolle Wildlife-Fotografie sowie wichtige Tipps für einen gelungenen Einstieg in die Natur- und Wildlife-Fotografie.
Der Weg in die Naturfotografie von Michael Falk
Die erste Kamera von Michael Falk war die Sony APS-C Kamera Alpha 6000, die eigentlich nur dafür gedacht war, den Familienalltag festzuhalten. Doch schnell zog es Michael als “Dorfkind” zum Fotografieren raus in die Natur.
Nach den ersten Fotos merkte er, dass seine Ausrüstung nicht optimal war, um Tiere so festzuhalten, wie er es wollte. Mit dieser Erkenntnis schaffte er sich sein erstes großes Telezoom an, ein Sony 200-600 mm 1:5,6-6,3 FE G OSS. Begeistert von der Fotografie war dies der Grundstein für sein stetig wachsendes Equipment, bis hin zu Sony Vollformatkameras wie der Sony Alpha A7 IV und Alpha 1.
Seine Herangehensweise entwickelte sich parallel zu seiner Ausrüstung weiter: Bücher, Übung, Inspiration und viel Zeit in der Natur formten seinen Stil. Auch Tarnung spielt eine große Rolle – ein Wissen, das er aus seiner Zeit als Fallschirmjäger mitbringt.
„Wichtig war mir immer, Augenblicke zu schaffen, die echt sind – nicht gestellt oder inszeniert.“ – Michael Falk
Diese Authentizität prägt seine Wildlife-Fotografie bis heute.
Wie gute Bilder entstehen: Vorbereitung ist entscheidend
Bevor Michael Falk an das eigentliche Foto denkt, betreibt er eine gründliche Vorbereitung. Recherche, Beobachtung und Planung sind für ihn unverzichtbar. Er informiert sich über Lebensräume, Verhalten, Bewegungsmuster und Jahreszeiten.
- Welches Tier lässt sich wann am ehesten beobachten?
- Wann könnte man stören?
- Welche Brennweiten sind nötig?
Ein zentraler Bestandteil: Scouting. Die meiste Zeit verbringt er damit, Orte zu erkunden – oft ohne ein einziges Bild.
“Und leider nimmt das oft die meiste Zeit in Anspruch, unzählige Male ohne irgendein Foto gemacht zu haben, gehört mittlerweile dazu, zumindest bei uns und unserer Art der WILDTIERFOTOGRAFIE.” – Michael Falk
Dieses Vorgehen sorgt nicht nur für bessere Fotos, sondern vor allem für einen respektvollen Umgang mit der Tierwelt. Dies ist ein Grundpfeiler der Naturfotografie.
Gemeinsam unterwegs: Naturfotografie als verbindendes Erlebnis
Besonders schön ist, dass Michael heute nicht mehr allein unterwegs ist. Sein 14-jähriger Sohn begleitet ihn häufig und teilt seine Begeisterung für die Wildlife-Fotografie. Die gemeinsamen Erlebnisse in der Natur, die Beobachtungen in den stillen frühen Morgenstunden, sind für Michael und seinen Sohn wichtige Momente. Über die Jahre hinweg sind zudem enge Freundschaften zu anderen Fotografen entstanden, die sogar zu gemeinsamen Fotoreisen geführt haben.
Sein Equipment für die Wildlife-Fotografie - Sony ab Tag 1
Michael arbeitet seit Beginn seiner fotografischen Reise mit Sony – aus der APS-C Kamera Sony Alpha 6000 wurde eine A6400 und dann folgte der Umstieg zu Sony Vollformatkameras. Zuerst nutzte er eine Sony Alpha 7 III, dann eine Alpha 7 IV. Inzwischen ist die Sony Alpha 1 sein Arbeitsgerät.
Neben der Profi-Vollformatkamera findet auch die Sony Alpha 6700 – die aktuellste APS-C Kamera von Sony – ihren Platz im Fotorucksack.
Sein Wildlife-Setup im Überblick:
- Sony Alpha 1 – seine Hauptkamera für die Wildlife-Fotografie
- Sony Alpha 6700 – kompakte APS-C Kamera für flexible Situationen
- Sony 600 mm 1:4,0 GM FE – sein bevorzugtes Sony Teleobjektiv für Tiere
- Sony 200–600 mm 1:5,6–6,3 FE G OSS – vielseitiges Zoom für die Tierfotografie
- Sony 24–105 mm 1:4,0 G OSS FE – Standardzoom für Reportage und Details
- Sony 50 mm 1:1,8 OSS – leichte Festbrennweite für Portraits und andere Situationen
Eine Auswahl, die für nahezu jede Situation der Wildlife-Fotografie optimal geeignet ist.
Wenn sich Michael Falk nur noch auf ein Objektiv beschränken müsste, wäre es eindeutig das
Sony 600 mm 1:4,0 GM FE.
„Das Sony 600 mm 1:4,0 GM FE. Ich liebe diese Linse. Allerdings ist es auch ganz einfach, warum nur dieses, denn damit komme ich nah genug an die Tierwelt heran, ohne zu stören.“ – Michael Falk
Mit dieser Festbrennweite kombiniert er zum einen eine enorme Telebrennweite von 600 mm und eine für diese Brennweite außergewöhnlich hohe Lichtstärke. Dieses Objektiv hilft ihm, seine Qualitätsansprüche mit seinem Grundsatz des respektvollen Abstand zur Tierwelt zu vereinen.
Tipps für Einsteiger in die Tierfotografie
Auf die Frage nach Tipps für den Einstieg in die Tierfotografie hat Michael Falk uns folgende Punkte genannt:
-
Bleiben Sie authentisch.
Laufen Sie keinen Trends hinterher und machen Sie Dinge nicht nur, weil andere Fotografen es machen. -
Lernen Sie Ihr Gegenüber kennen.
Wenn Sie die Tiere kennen, werden Sie alles viel besser verstehen. Die Technik ist mittlerweile so gut, dass vieles allein und eigenständig funktioniert. Aber wenn Sie nichts über das Tier wissen, hilft Ihnen auch die beste Technik nichts. -
Tierfotografie braucht Zeit.
Sie müssen geduldig bleiben, das Fotografieren von Tieren braucht Zeit und die nötige Geduld sollten Sie auch mitbringen.
Diese Tipps sind die Grundlage einer respektvollen Wildlife-Fotografie und helfen besonders Einsteigern in der Naturfotografie.
Lieblingsmotive: Eisvögel und die Hirschbrunft
Wer die Bilder von Michael Falk kennt, hat sicherlich gemerkt, dass der Eisvogel einen besonderen Platz für ihn einnimmt. Das wechselnde blaue türkise Federkleid, das Verhalten im Flug und sein Charakter faszinieren ihn immer wieder.
Ebenso begeistert ihn das Fotografieren und Beobachten von Hirschen, besonders in der Brunftzeit. Die kraftvolle Präsenz der Tiere und die Atmosphäre dieser Jahreszeit ziehen ihn jedes Jahr aufs Neue an.
„Aber auch Hirsche, egal ob Rothirsch oder Damhirsch, sind eine Leidenschaft und ich freue mich jedes Jahr auf die Brunft. Dort diese Kraft und Stärke zu erleben, ist einfach nur toll.“ – Michael Falk
Seine Leidenschaft für den Eisvogel geht so weit, dass er inzwischen ein fest installiertes Tarnzelt aufgebaut hat, von dem er die Tiere mit perfektem Bokeh und Licht in den Morgenstunden festhalten kann. Wer Eisvögel fotografieren möchte, profitiert enorm von einem solch gut geplanten Wildlife-Setup.
„Da Eisvögel eine kleine Leidenschaft bei mir sind, haben wir mittlerweile auch einen festen Spot dafür. An diesem steht dauerhaft ein Tarnzelt, das extra so aufgestellt wurde, dass man den richtigen Hintergrund als Bokeh hat. Der Sonnenstand am Morgen ist extra mit einbezogen und wir haben dort am Eisvogel-Ansitz eine fest verbaute Funkwildkamera, die uns mit Daten informiert.“ – Michael Falk
Wenig überraschend zeigt sein Lieblingsbild einen rüttelnden Eisvogel. Dieses Bild – und die lange Vorbereitung dahinter – zeigen, wie viel Arbeit in einem herausragenden Wildtierfoto steckt.
Bildbearbeitung: Der letzte Feinschliff für noch bessere Fotos
Für die RAW-Bearbeitung nutzt Michael Falk die Adobe-Programme Lightroom und Photoshop. Zum Entrauschen der RAW-Dateien nutzt er Topaz DeNoise. Manche Bilder erfordern eine aufwendige Bildbearbeitung mit selektiven Anpassungen und verschiedenen Masken sowie Ebenen in Adobe Photoshop.
„Mein Ziel ist immer, dass das Foto eine Geschichte erzählen soll.“ – Michael Falk
Die Wunschfunktion für zukünftige Kameras
Eine Funktion, die er sich in zukünftigen Sony Kameras wünscht, ist die schnelle Umschaltung zwischen Foto, Video und Zeitlupe – ähnlich wie bei der Sony Alpha 6700. Diesen Wunsch begründet er mit seinen Erfahrungen aus der Wildlife-Fotografie.
„In meinem Fall wäre das der Wechsel von Foto auf Video und dann noch auf SlowMotion, genau wie es bei der Sony A6700 gelöst ist. Alleine deswegen bevorzuge ich teilweise diese, denn gerade in der (echten) Wildtierfotografie geht oft alles so schnell, dass dieser Wechsel Gold wert ist.“ – Michael Falk
Sein Wunschmotiv: Der Grizzlybär
Nachdem wir erfahren haben, welche Kamerafunktion sich Michael Falk für die Zukunft wünscht, haben wir natürlich auch nachgefragt, welches Motiv noch auf seiner Bucket List steht. Diese ist wie bei vielen Fotografen sehr lang, aber ein Wunsch hat er schon seit Jahren, einen Grizzlybären in seiner natürlichen Umgebung festzuhalten.
Fazit: Was können Sie von Michael Falk lernen?
Michael Falk zeigt mit seiner Arbeit, dass gute Wildlife-Fotografie weit mehr ist als reine Technik. Es geht um Wissen, Geduld und Respekt zur Natur. Seine Bilder sind der Beweis dafür, wie wichtig Vorbereitung, Naturverständnis und echte Leidenschaft sind. Die Aufnahmen leben davon, dass er Tieren auf Augenhöhe begegnet. Er ist Teil der Natur, ohne zu stören oder etwas zu inszenieren. Gerade für Einsteiger in die Naturfotografie bieten seine Gedanken und Ansätze eine wertvolle Orientierung.
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