Die Fujifilm X-T30 III ist eine kompakte spiegellose Systemkamera für den Alltag. Das klassische Gehäuse und die handliche Bauweise laden dazu ein, die Kamera regelmäßig mitzunehmen – ohne Planung, ohne großen Aufwand.
Wir haben die X-T30 III über mehrere Wochen im Alltag eingesetzt, unter anderem bei Spaziergängen, auf kurzen Reisen und in der Streetfotografie. In diesem Praxistest teilen wir unsere Erfahrungen aus dem Alltagseinsatz und zeigen, für welche Nutzer die Kamera besonders interessant ist.
Fujifilm X-T30 III in der Praxis
Im Alltagseinsatz zeigte sich schnell, wie selbstverständlich sich die Fujifilm X-T30 III nutzen lässt. Ob bei Städtetrips oder beim Fotografieren auf der Straße – die Kamera ist schnell zur Hand und verlangt kaum Eingewöhnung. Die Bedienung ist intuitiv, die Abmessungen sind angenehm unaufdringlich. Gerade dadurch nimmt man die Kamera häufiger mit, als man es vielleicht zunächst erwartet.
Im praktischen Einsatz spielte das Filmsimulationsrad eine zentrale Rolle. Bildlooks lassen sich direkt bei der Aufnahme festlegen, etwa klassisches Schwarzweiß mit Acros oder zurückhaltende Farben mit Classic Negativ. Diese Arbeitsweise hat bei uns dazu geführt, bewusster zu fotografieren und sich stärker auf Motiv und Licht zu konzentrieren, statt später Zeit in die Nachbearbeitung zu investieren. Bei der Nutzung empfanden wir das als spürbaren Mehrwert.
Auch der Umgang mit den entstandenen Bildern erwies sich als unkompliziert. Über die Fujifilm X App ließen sich Fotos und Videos zuverlässig auf das Smartphone übertragen. Gerade unterwegs ist das praktisch, wenn Bilder zeitnah gesichert oder weitergegeben werden sollen.
In Kombination mit dem Fujifilm XC 13–33 mm 1:3,5–6,3 XC OIS bleibt die X-T30 III kompakt und flexibel einsetzbar. Mit kleinen Festbrennweiten wie dem Fujifilm XF 23 mm 1:2.8 R WR gefiel uns besonders, dass die Kamera ihre unaufdringliche Größe beibehält und dennoch genug Spielraum für kreative Motive bietet.
Das Filmsimulationsrad – mehr als einfache Bildlooks
Auf der linken Seite der Deckplatte sitzt das Filmsimulationsrad, das auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, im Alltag aber eine wichtige Funktion übernimmt. Sechs Filmsimulationen sowie vier frei belegbare Speicherplätze stehen direkt zur Verfügung und lassen sich ohne Umwege auswählen.
Dabei handelt es sich nicht um einfache Filter. Die Filmsimulationen basieren auf Fujifilms jahrzehntelanger Erfahrung mit analogen Filmen und greifen deren typische Farb- und Kontrasteigenschaften auf. Simulationen wie Velvia oder Acros verändern nicht nur die Farbgebung, sondern die gesamte Bildanmutung.
Über das Menü lassen sich diese Simulationen zudem feinjustieren. Einstellungen wie analoges Korn, Color-Chrome-Effekte oder Anpassungen von Kontrast und Farbtiefe ermöglichen es, einen eigenen Bildstil gezielt zu entwickeln. In der Praxis bedeutet das, Bildlooks bewusst auszuwählen und wiederholt einzusetzen – ganz ohne nachträgliche Bearbeitung am Computer.
Sind passende Einstellungen gefunden, lassen sich diese auf den frei belegbaren Speicherplätzen sichern. So stehen persönliche Bildlooks jederzeit zur Verfügung und können situationsabhängig eingesetzt werden.
Ein Design, das die Fotografie in den Fokus legt
Das Design der Fujifilm X-T30 III orientiert sich an klassischen Kameras und vermittelt schnell Vertrautheit. Mechanische Einstellräder ermöglichen es, sich bewusst mit Belichtungszeit oder Belichtungskorrektur auseinanderzusetzen, ohne dabei kompliziert zu wirken.
Gleichzeitig bleibt die Fujifilm Systemkamera flexibel. Wenn es schnell gehen soll, lässt sich jederzeit in einen Automatikmodus wechseln. Dadurch entsteht das Gefühl, Einstellungen aktiv nutzen zu können, ohne sie zwingend nutzen zu müssen. Die Bedienung passt sich dem eigenen Anspruch an – nicht umgekehrt.
Dieses Zusammenspiel aus klassischer Bedienung und moderner Unterstützung macht die X-T30 III in der Nutzung angenehm zugänglich.
Die technischen Details der Kamera
Technisch setzt die Fujifilm X-T30 III auf einen 26,1 Megapixel APS-C-Sensor in Kombination mit dem X-Processor 5. Diese Kombination sorgt für natürliche Farben, eine gute Detailzeichnung und einen zuverlässigen Autofokus mit Motiverkennung. Auch Videoaufnahmen sind mit der kompakten Fujifilm Kamera möglich: Bis zu 6,2K-Auflösung sowie Zeitlupenfunktionen in Full HD stehen zur Verfügung. Für den Alltag bedeutet das vor allem Flexibilität, ohne sich intensiv mit technischen Einstellungen beschäftigen zu müssen.
Technische Details im Überblick:
- 26,1 Megapixel APS-C-Sensor – natürliche Farben und hohe Detailtreue
- X-Processor 5 – schnelle Verarbeitung und zuverlässiger Autofokus
- Videoaufnahmen bis 6,2K (4:2:2 10 Bit) – hohe Farbtiefe und Dynamikumfang
- Serienbilder bis zu 30 Bilder pro Sekunde – für bewegte Motive
- Elektronischer Sucher mit 2,36 Millionen Bildpunkten – präzise Motivkontrolle
Fujifilm X-T30 III in der Vorstellung – YouTube Video
Ergänzend zum Praxistest zeigen wir die Fujifilm X-T30 III in unserem YouTube-Video im praktischen Einsatz. Dort ordnen wir sie im direkten Vergleich zum Vorgängermodell sowie zur X-T50 ein und zeigen Unterschiede im Handling und in der Bildwirkung.
Fujifilm X-T30 III – ein stilvoller Begleiter im Alltag und auf Reisen
Insgesamt ordnet sich die Fujifilm X-T30 III als kompakte Fujifilm Systemkamera ein, die bewusstes Fotografieren im Alltag unterstützt, ohne technisch zu überfordern. Klassisches Design, Filmsimulationen und eine intuitive Bedienung greifen sinnvoll ineinander und bieten einen Zugang zur Fotografie, der sowohl Raum für Kreativität als auch für spontane Aufnahmen lässt. Gerade für Einsteiger in die Fotografie bietet die Fujifilm X-T30 III einen ruhigen und zugänglichen Einstieg.
Unsere Erfahrungen im Alltag zeigt, dass sich die spiegellose APS-C Kamera vor allem für Situationen, in denen sie schnell zur Hand sein soll – etwa auf Reisen, bei Städtetrips oder zur dokumentarischen Begleitung des Familienalltags eignet.
Erhältlich ist die Fujifilm X-T30 III in den Farben Schwarz, Silber und Charcoal sowie in verschiedenen Objektiv-Kombinationen.
Häufig gestellte Fragen zur Fujifilm X-T30 III
Ist die Fujifilm X-T30 III für Einsteiger geeignet?
Ja, die Fujifilm X-T30 III eignet sich sehr gut für Einsteiger in die Fotografie. Die intuitive Bedienung, der zuverlässige Automatikmodus und die Filmsimulationen ermöglichen schöne Ergebnisse ohne technisches Vorwissen. Gleichzeitig bietet die Kamera genug manuelle Einstellmöglichkeiten, um sich fotografisch weiterzuentwickeln.
Für welche Art der Fotografie ist die X-T30 III besonders gut geeignet?
Die X-T30 III ist ideal für Alltags-, Reise- und Streetfotografie. Durch ihre kompakten Abmessungen lässt sie sich leicht mitnehmen, während das analoge Design und die Filmsimulationen bewusstes und kreatives Fotografieren fördern.
Was macht die Filmsimulationen der Fujifilm X-T30 III so besonders?
Die Filmsimulationen basieren auf Fujifilms jahrzehntelanger Erfahrung mit analogen Filmen. Es handelt sich nicht um einfache Filter, sondern um ausgefeilte Bildprofile mit eigenem Farb- und Kontrastcharakter. So entstehen authentische Bildlooks direkt aus der Kamera – oft ganz ohne Nachbearbeitung.
Eignet sich die Fujifilm X-T30 III auch für Videoaufnahmen?
Ja, die X-T30 III bietet umfangreiche Videofunktionen bis hin zu 6,2K-Auflösung sowie Zeitlupen in Full HD. Damit eignet sie sich auch für Content Creator, die Foto und Video mit einer kompakten Kamera kombinieren möchten.
Welche Objektive passen besonders gut zur Fujifilm X-T30 III?
Zur Fujifilm X-T30 III passen vor allem kompakte XF- und XC-Objektive sehr gut. Kleine Festbrennweiten wie ein 23 mm Objektiv eignen sich ideal für Street- und Alltagsfotografie, während kompakte Zoomobjektive eine flexible Lösung für Reisen bieten.