Nachdem ich knapp 2 Monate lang zu Hause in Quarantäne geblieben und nur zum Einkaufen rausgegangen bin, viel Zeit mit dem Retuschieren von Fotos und dem Ausarbeiten von Ideen und Konzepten, die bislang liegen geblieben waren, verbracht habe, packte mich langsam aber sicher die Lust wieder kreativ tätig zu werden. Ich hatte in der Zwischenzeit viele Inspirationen gesammelt, die ich unter normalen Umständen eigentlich direkt umgesetzt hätte. Ich habe lange überlegt, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, wie man trotz Corona und social distancing ein Fotoshooting machen könnte.
Während eines Einkaufs betrachtete ich die an der Kasse improvisiert angebrachten Schutzwände aus Plexiglas und stellte mir die Frage, ob so ein Schutz nicht auch bei einem Shooting zwischen Fotograf und Model einsetzbar wäre? Idealerweise wäre es auf der Kameraseite dunkel, damit sich Lichtreflektionen auf der Oberfläche reduzieren, und auf der anderen Seite möglichst hell.
Schnell kam ich auf den Gedanken, aus dem Auto heraus zu fotografieren: Mit geschlossenen Fenstern ist es ein eigener Raum, der dunkler als das Umgebungslicht draußen ist. An einem sonnigen Tag ist es draußen deutlich heller als im Auto, die Reflexionen an der Fensterscheibe halten sich in Grenzen und das Sonnenlicht spendet viel Helligkeit für schöne Fotos. Ein echtes #CARonashooting!
Ich fragte bei einem befreundeten Model, Mia aus Berlin, an und sie war auch sofort begeistert von der Idee. Wenig später fand ich mich mit meinem Auto auf Ihrer Einfahrt wieder. Mit meiner
Canon EOS 5D Mark IV Akkus, Speicherkarten, dem SIGMA MAKRO 105mm F2,8 EX DG OS HSM wartete ich auf mein Model, die sich mit ihrem eigenen Make-up und Haarstyling dann auf ein Höckerchen und einer Hand voll Blumen zu mir an das Autofenster setzte. Dies war eine zunächst sehr witzige und ungewohnte Situation, aber das änderte sich schnell.
Statt mit einem großen Blitzsystem und den vielen Einstellungsmöglichkeiten hatte ich nur die eine große Lichtquelle am Himmel, die mir mit ihrem natürlichen und harten Licht als Lichtquelle für das Shooting diente. Besonders gefiel mir dabei das Spiel mit Licht und Schatten.
Es hat sehr viel Spaß gemacht und auch die Ergebnisse, die ihr hier sehen könnt, gefallen mir sehr.
Hast du jetzt auch Lust, ein #CARonashooting zu machen? Markiert mich und den Hashtag #CARonashooting auf euren Ergebnissen, ich freue mich darüber sehr!