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Ausstellung „Hidden Beauties of a Past“

mit Fotokünstler Bernd Schirmer

Wir freuen uns Ihnen jeden Samstag von 11:00 bis 18:00 Uhr bis zum 16.11. eine eindrucksvolle Vernissage präsentieren zu dürfen. Lassen Sie sich inspirieren und besuchen Sie unsere Ausstellung in den Düsseldorfer Schadow Arkaden!

Byes - La Revolution

Eine ganz besondere Geschichte...

Eines Tages stand ein Mann in unserer Filiale in Düsseldorf um eine Kamera zu kaufen. Er kenne sich nicht aus, wolle aber hochauflösende Bilder machen. Der Mann kaufte und verschwand. Wenige Monate später tauchte er wieder auf. Frisch ausgezeichnet mit dem New Talent Award 2019 powered bei Canon und einer Bilderserie, die für weltweites Aufsehen sorgt. Nun, einige Monate und Auszeichnungen später haben wir die Ehre seine Werke auf einer exklusiven Vernissage bei uns in den Schadow Arkaden zu präsentieren. Wir möchten Sie herzlich zu der Ausstellung „Hidden Beauties of a Past“ von Bernd Schirmer, aka. @byesphotography, in den Schadow Arkaden einladen. Wir freuen uns darauf mit Ihnen gemeinsam bei einem Drink die Meisterwerke zu bestaunen und mit dem Fotografen persönlich über Fotografie zu philosophieren, vielleicht verrät er Ihnen dabei auch welche Kamera er damals kaufte, denn das glauben Sie nie!


Kunst ist Teil meines Lebens – eine Leinwand die es zu inszenieren gilt.

Künstlername „BYES“
deutsch, geboren 1976, Abitur, studiert, seit 2003 selbstständig, Unternehmer, Hobbyfotograf
Ich bin schon im Alter von 15 Jahren mit Kunst in Berührung gekommen. Sowohl durch das Wahlfach Leistungskurs Kunst im Abitur als auch durch Street Art in den 90er Jahren. Damals noch ausdrucksstark auf Wänden und Mauern, später auf Papier, Leinwand und kommerziell. Meine erste Auftragsarbeit in Öl hatte ich Anfang 1995, es waren 2 Hunde, daran kann ich mich noch erinnern. Während des Studiums musste ich eine zeitbedingte Kreativpause eingelegt um dann ab 2000 das Thema Malerei wieder aufzunehmen. Danach wurde es still und ich begann das Horten von Kunstbüchern, Katalogen und Bildbänden. Seit 2012 interessiere ich mich für Bildbearbeitung und bin dem bis 2018 hobbymäßig und sporadisch nachgegangen. Fotografie war für mich bis dahin nur Urlaubsgeknipse von Kulturdenkmälern und Landschaften. Letztendlich habe ich dann den Schritt in die professionelle Fotografie meiner Frau und Partnerin zu verdanken, die mich dazu ermutigt hat. Dafür liebe ich sie.
Daraufhin entschied ich mich Im Juni 2018 professionell in die Thematik einzusteigen und traf meinen derzeitigen Mentor Sascha Safdar-Götz, Mystic-Moments. Durch Ihn habe ich die professionelle Bildbearbeitung in PS und LR gelernt und im Oktober 2018 meine erste spiegellose Vollformat-Profikamera gekauft, eine Nikon Z7. Das war der Beginn von etwas ganz Neuem, etwas von mir.
Die Fotografie hat für mich eine endlose, voller Ideen und Kreativität steckende, neue Welt erschaffen, in der ich mich in all ihren Facetten austoben kann. Sie lässt mir unendliche Möglichkeiten Dinge zu tun, die ich mit der Malerei zeitlich und auch bildtechnisch nicht so umsetzen kann (konnte). Und dennoch hat die Malerei nie den Weg aus meinem Leben verloren, im Gegenteil, sie ist Bestandteil meiner Art der Ausdrucksweise und Darstellung meiner Bilder geworden.

Byes - claws
 

Inspirationen bekomme ich wirklich überall. Ich gehe permanent mit offenen Augen durch die Welt, sehe und nehme wahr, rieche, fühle, stelle mir in vielen Momenten Bilder vor, die ich am liebsten festhalten möchte. Ich nehme aus vielen Ländern Sachen, Objekte, Düfte und Erinnerungen mit die mir helfen, meine Bilder zu gestalten. Früher bin ich alleine in die Europäische Hauptstädte geflogen, nur um mich den ganzen Tag in deren Museen aufzuhalten, allein nur der Louvre und das Britische Museum waren mir mehrere Besuche wert. Ein kleines Notizbuch habe ich immer dabei, gefüllt mit Zeichnungen und Ideen. Wenn ich davon genug zusammen habe, manifestiert sich der Gedanke der bildhaften Umsetzung. Glücklicherweise befindet sich in meinem Kopf ein schier endloses Repertoire an Kreativität welche ständig und überall ihren Weg nach Draußen sucht. Das ist Gabe und Last zugleich. Durch die Fotografie und Bildbearbeitung habe ich es gelernt, diese in Bahnen zu lenken.
Mein Stil ist das teilweise surreale oder fantasiehafte Kombinieren und Neuinterpretieren alter Meisterwerke der Malerei mit Fotografie. Ich lasse meine Welten auferstehen, schaffe Atmosphäre mit Hilfe verschieden gesetzter Lichtquellen und arrangierten Sets. Jedes meiner Bilder erzählt eine Geschichte, enthält eine Botschaft, teilweise versteckt, teilweise ganz offensichtlich. Figuren sind absichtlich positioniert, zeigen auf bestimmte Situationen und umranden Szenarien als Silhouetten. Die Bilder erscheinen auf den ersten Blick anders, wenn man sich mit dem Inhalt beschäftigt, entfesseln sie ihre Botschaft. Jedes Bild ist sorgfältig geplant, wird recherchiert und von den Requisiten über die Location bis hin zum Kostüm, der Ausdrucksweise und Inszenierung des Models und des finalen Titels aufgebaut. Ich bin nicht der Street-Fotograf für das schnelle Bild oder den kurzen Moment, ich würde mich als visueller Fotografie-Artist-Maler bezeichnen. Genau wie bei einem Ölbild lasse ich mir für die Inszenierung und Bearbeitung Zeit, solange bis das Werk meinen Ansprüchen gerecht wird.

Ich möchte Anregen, zum Nachdenken bewegen aber auch manchmal nur zum Verweilen und genießen. Ich möchte nicht gefallen, ich möchte fesseln, Blick und Emotionen. Nicht zu wissen was ist wirklich und was ist reine Fantasie. Die Technik zu fotografieren im Stile eines alten Ölbildes habe ich mir angeeignet und zu Nutze gemacht. Sie ist für mich die passende und phänomenalste Interpretation meiner Kreativität. Requisiten suche ich aus oder stelle sie selber her, Kostüme lasse ich anfertigen oder bearbeite sie, Kopfbedeckungen fertige ich meistens selbst. Gerade in diesen Bereichen explodiert meine kreative Seite. Ich genieße es Sets zu bauen, Umgebungen und Requisiten den Epochen anzupassen und nachzuempfinden, alles authentisch aussehen zu lassen. Viele von mir verwendete Requisiten sind echt und alt, man sieht es förmlich auf den Bildern. Und genau das macht die besondere Atmosphäre aus. Am Set verfalle ich dann in eine Art Trance, bin in meinem Element und absolut fixiert auf das, was sich in meinem geistigen Auge als Resultat abbildet. Stunden vergehen wie im Rausch und die Realität verschwindet für mich. Ich schwinge den Pinsel, meine Kamera und male, male mein Bild.
Ich möchte meine Skills und Techniken noch viel weiter verfeinern und ausbauen zu mal ich Fotografie erst seit knapp einem Jahr betreibe. Hier ist noch lange nicht dass Level erreicht, wo ich mich gerne finden möchte. Dazu benutze ich untere anderem professionelle Kurs und Seminare wie die von RGG Education.

Byes - Nana Madonna
Byes - La Revolution

Was macht Kunst gut?
Kunst ist ein Ventil, eine Emotion die hinaus will. Kunst ist eine Art der persönlichen und individuellen Ausdruckweise der Person, die sie erschafft. Kunst soll anregen, beflügeln, befreien und andere Personen zum Verweilen anregen. Sie ist gut, wenn sie es schafft, den Betrachter auch wenn nur für einen kurzen Augenblick zu fesseln, zu visualisieren um sich mit ihr zu beschäftigen. Sie ist kontrovers, subtil, pervers und aggressiv, leicht und musizierend, inspirieren, allgegenwertig. Natur, Form, Farbe, alles was uns umgibt ist eine Art Kunst, zusammengefügt nach Gesetzen, wahllos und zufällig entstanden, schön zugleich. Jeder empfindet Kunst anderes, jeder reagiert für sich auf sie, interpretiert sie und umgibt sich mit ihr. Sie ist gut, wenn sie durch Noten getragen den Gehörgang umschmeichelt, sie ist gut, wenn sie vor erstaunen den Mund öffnen lässt, sie das Wasser der Seel in die Augen des Betrachters treibt oder vor Zorn die Wut aus dem Feuer der Kraft zerrt. Kunst soll nichts darstellen, sie steht allein und hat keine Definition. Sie gefällt oder sie gefällt nicht. Wenn man sich mit ihr beschäftigt hat sie gewonnen, wenn man sie des Blickes würdigt dankt sie einem. Sie ist Teil des Lebens, schmückt leblose Wände, bringt Freude zurück in gebrochener Herzen. Sie kann besitzergreifen sein und doch so viel Macht über jeden ausüben, sie wird gehortet, sie wird begehrt und hat ihren Preis. Man kann sie sich kaufen und doch ist sie unbezahlbar, umsonst oder niemals zu haben. Kunst ist das was das Ich empfindet, eine Findung seiner selbst. Kunst ist der Ausdruck einer individuellen Seele, mal ist sie gebrochen, mal einsam, mal voller Endorphine, mal in Liebe, mal verrückt daneben und will ausbrechen, sie sucht nach Anerkennung, nach Bestätigung was ihr im Leben verwehrt worden ist. Sie hilft, sie schmeichelt, sie beflügelt, gibt Kraft und Unterstützung in Momenten wo man sie braucht.

Kunst verurteilt niemals persönlich, sie verurteilt allgemein, sie kokettiert, sie echauffiert, sie belächelt, sie greift an ohne jemanden zu töten. Wir finden sie in allen Aspekten unseres Lebens. Sie ist so alt wie wird sind und hat uns schon immer begleitet. Sie ist gut wenn sie hinterlässt, sie ist gut wenn sie mit einfachsten Mitteln erschaffen wurde. Sie ist gut wenn sich die Persönlichkeit an ihr erfreut und die Gedanken frei sind. Sie ist gut wen sie heilt, die Seele, das Herz, die Augen des Betrachters. Sie ist gut wenn sie therapiert. Sie erkennt, erkennt die Emotion, die Menschen denn sie versteckt nicht. Ein Spiegel dessen was unbewusst oder offensichtlich ist.
Ich verbinde Kunst mit Photographie. Eine Symbiose zwischen alten Meistern des Lichtes und neuster Kamera-Lichttechnik. Für mich ist es eine Harmonie, die es ins Gleichgewicht zu bringen gilt - auf meine Art und Weise. Ölbilder im Stil des Barocks, Rokoko und der Romantik, des Surrealismus, Impressionismus und des Klassizismus bilden die Grundlager meiner Kompositionen. Ich arrangiere und belichte sie neu, stelle Szenen mit Symbolik und sich dahinter verbergenden Geschichten nach, verändere sie und führe sie dann zusammen. Es entsteht meine Sichtweise der Dinge. Alte Meisterwerke der Malerei enthalten für mich wie keine anderen Werke perfekt inszenierte Arrangements und Botschaften, sie spielen mit dem Licht, mit Schatten und Reflektionen so wie das Leben es tut. Diese Faszination hat mich in ihren Bann gezogen und mich dazu bewegt, auf ihren Pfaden zu wandern und neue Welten zu erschaffen, eigene kreative Prozesse zu durchleben und sie dann photographisch und bildlich umzusetzen. Was macht Kunst gut? Sie macht, dass ich mich gut fühle und mich neu entdecke. Ein guter Freund hat mal gesagt „ Photographie ist die Kunst sich auszudrücken. Das ist gut und niemals schlecht“ alleine die Tatsache, dass sie mein Leben positiv verändert, mich inspiriert kreativ zu sein, mich wach, am Leben hält und ausprobieren lässt macht sie so einzigartig. Sie ist Teil meines Lebens, sie begleitet mich, sie behütet mich und sie wärmt mich in der Kälte. Kunst macht mich gut, gut zu mir selbst zu sein und das Leben war zu nehmen, mit offenen Augen durch die Welt zu wandern und die Schönheit der Betrachtung in meinen Bildern subtil und subjektiv fest einzuschließen. Meine Werke sind gut für mich, Balsam für die Seele wenn etwas entsteht was mich leben lässt, es mir den Atem verschlägt bei der Betrachtung und der Gewissheit die Gedanken und Vorstellungen nun aus meinem Kopf in etwas neues, persönliches umgewandelt zu haben. Kunst bin ich. Sie macht mich und sie hat mich erschaffen. Sie leitet mich durchs Leben – sie lässt mich leben! Und das ist gut.

Byes - Maya-Lou
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